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| KTV Straubenhardt gewinnt Deutsche Meisterschaft |
| Geschrieben von Jürgen Schleeh (Schwarzwälder Bote) | |
| Montag, 30. November 2009 | |
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Vier lange Jahre musste die KTV Straubenhardt warten. Nach dem Triumph im Harz, wo 2005 der erste DM-Titel geholt wurde, nutzte das Team von Trainer Alexei Grigoriev die Gunst der Stunde „vor der Haustüre“, setzte sich im Finale der Kunstturner gegen den SC Cottbus deutlich mit 44:26 durch. (Presseschau zum Finale: Schwarzwälder Bote, Pforzheimer Zeitung: Seite1/Seite2, BNN, Pforzheimer Kurier)
Knapp 4000 Zuschauer füllten in der Europahalle Karlsruhe die Ränge, gut ein Viertel davon aus Straubenhardt, die dem KTV-Team den nötigen Rückhalt gaben, damit sich die Riege um Fabian Hambüchen gegen den Rekordmeister aus der Lausitz durchsetzen konnte. Und die Schwarzwälder legten konzentriert los, kamen am Boden zu einer 13:0-Führung. Entschieden war damit jedoch nichts, denn am Pferd ging die KTV völlig leer aus, so dass der SC Cottbus auf 13:11 heran kam. „Cottbus ist das stärkste Team am Pferd, wir wussten, dass wird hier nicht zu viele Punkte liegen lassen dürfen, sind gegenüber dem letzten Jahr diesmal besser durchgekommen“, so die Bewertung von Fabian Hambüchen und fügte an: „Das war für uns der wichtigste Schritt.“ Die Spannung wuchs weiter an und die Lausitzer übernahmen an den Ringen die Führung (15:13), nachdem Sergej Charkow (gegen Roman Zozulja) sowie Thomas Taranu (gegen Robert Juckel) unterlagen. Den Zuschauern stockte der Atem, als Steve Woitalla bei seiner Übung so schwer stürzte, dass er auf einer Barre aus der Halle getragen werden musste. Im Cottbuser Lager wurden Erinnerungen an Ronny Ziesmer wach, der nach einem Turnunfall seit Jahren Querschnittsgelähmt ist. Auch wenn für Woitalla das Finale beendet war, gab es bald „Entwarnung“, er keine schlimmere Verletzung davongetragen hatte. Marcel Nguyen und Fabian Hambüchen brachten die KTV zur Pause mit 22:15 wieder in Front. Mit 9:3 ging die Wertung am Sprung sowie 9:4 am Barren deutlich an die Straubenhardter, zeichnete sich der Titelgewinn vorzeitig ab. Dennoch hielt die Dramatik vor dem abschließenden Reck an, zumal Philipp Sorrer gegen Marian Dragulescu einen Punkt abnahm. Doch spätestens als Fabian Hambüchen mit seiner Vorstellung die Halle zum Beben brachte und 4 Punkte gegen Robert Juckel verbuchte, wurde der neue Deutsche Meister gefeiert. „Das war eine absolut perfekte Vorstellung, damit könnte Fabian Weltmeister werden“, meinte Horst Rapp, Vorsitzender des Förderkreises der KTV, zur Reckübung des 22-jährigen Turnstars. Auch wenn Rapp äußerlich recht gelassen wirkte, war es für ihn eine große Freude und Genugtuung, dass es nach drei gescheiterten Finalteilnahmen der Straubenhardter nun endlich gelang, quasi vor der „Haustüre“ in Karlsruhe den zweiten DM-Titel nach 2005 feiern zu können. „Noch mehr als über den DM-Titel freue ich mich darüber, dass wir als Mannschaft aufgetreten sind und wir Teamgeist gezeigt haben“, sagte KTV-Trainer Alexei Grigoriev.
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